Die private Krankenversicherung, sehr häufig auch mit der Bezeichnung PKV abgekürzt, gibt es in dieser Form im Grunde nur in Deutschland. Praktisch kein anderer Staat verfügt neben der gesetzlichen Krankenversicherung als einen Teil der Sozialversicherung noch über eine alternatives Krankenversicherungs-System. Aktuell (Stand 2010) sind etwa neun Millionen Menschen hierzulande in einer PKV versichert. Allerdings kann sich keineswegs jeder Verbraucher privat krankenversichern, sondern dieses Wahlrecht ist nur bestimmten Personengruppen vorbehalten, wie etwa Selbständigen oder Arbeitnehmern mit einem relativ hohen Einkommen. Allgemein bekannt ist die PKV vor allem durch teilweise sehr gute Leistungen (abhängig vom Tarif) und auch durch große Flexibilität. Denn der Versicherte kann in Form der Tarifwahl selbst entscheiden, welches Leistungspaket er gerne nutzen möchten.
Die PKV in Abgrenzung zur GKV – Die wichtigsten Unterschiede
Wie bereits kurz erwähnt, haben sich aktuell rund neun Millionen Bürger für eine Versicherung in der PKV entschieden, wobei allerdings berücksichtigt werden muss, dass natürlich dort auch einige Versicherte darunter sind, die nicht mehr zurück in die GKV wechseln können. Davon abgesehen gibt es zwei Hauptmerkmale, die gleichzeitig auch die größten Unterschiede zwischen PKV und GKV darstellen, und die für die Wahl des Krankenversicherers sprechen können. Zum einen sind das die Leistungen, die bis auf den so genannten Basistarif im Grunde bei der PKV stets „besser“ bzw. weitreichender als bei der GKV sind. Zum anderen können sich nicht wenige Verbraucher in der PKV auch günstiger als in der PKV versichern. Das trifft insbesondere für Bürger zu, die alleinstehend sind und sehr gut verdienen. Denn im Unterschied zur GKV richtet sich die zu zahlende Versicherungsprämie bei den privaten Versicherern nicht nach der Höhe des Einkommen, sondern nach anderen Faktoren, die an anderer Stelle noch genau erläutert werden.
Was man über die PKV wissen sollte – Ein kurzer Überblick
Bevor sich diejenigen Verbraucher, die sich vom Prinzip her zwischen GKV und PKV entscheiden können für die PKV entscheiden, sollte eine vorherigen umfangreiche Informationsbeschaffung stattfinden. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Versicherungsvariante günstiger ist, und welche Leistungen man sich von seiner Krankenversicherung verspricht. Für Selbständige ist beispielsweise wichtig zu wissen, dass diese nicht mehr zurück in die GKV können, wenn sie sich für die PKV entschieden haben. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist nur dann vorhanden, wenn die selbständige Tätigkeit wieder aufgegeben wird. Zudem sollte man sich niemals an „Werbeangeboten“ der privaten Versicherer orientieren, sondern den tatsächlichen Beitrag stets aufgrund seiner ganz individuellen Daten berechnen lassen. Ferner muss man sich die Bedingungen zum in Frage kommenden Tarif sehr genau durchlesen, denn im Grunde muss jede erwünschte Leistung im Vertrag schriftlich fixiert werden bzw. in den Tarifbedingungen genannt sein.