Beiträge zur PKV

Vergleicht man die PKV mit der GKV, oder alternativ auch die Anbieter der PKV untereinander, so konzentriert sich ein solcher PKV Vergleich vorrangig auf zwei Faktoren, nämlich auf die Leistungen und die Beiträge. Generell ist es beim Vergleich der Beiträge sehr wichtig, dass man stets viele individuelle Angaben machen kann. Denn der Bekannte XY kann mitunter einen gänzlich anderen Beitrag zahlen müssen als man selbst, auch wenn viele gemeinsame „statistische Daten“ vorhanden sind. Im Rahmen der GKV wird der Beitrag einzig und alleine vom Einkommen abhängig gemacht, bis hin zur Beitragsbemessungsgrenze. Der Versicherte zahlt dort immer 15,5 Prozent (Stand Januar 2011) seines Bruttoeinkommens als Versicherungsbeitrag. Der PKV Beitrag hingegen ist in keiner Weise an das Einkommen des Versicherten gebunden, sondern wird vom Krankenversicherer auf der Basis anderer Faktoren festgelegt.

„Statistische Daten“ des Versicherten als Faktor für den Beitrag

Zunächst spielen rein statistische Daten des Antragstellers eine Rolle, wenn es um die Ermittlung der zu zahlenden PKV Versicherungsprämie geht. Zu den statistischen Angaben zählen das Alter, das Geschlecht und der Beruf bzw. die ausgeübte Tätigkeit, wobei der letztere Faktor keine größeren Auswirkungen auf die Höhe des PKV Beitrages hat. Beim Alter sieht das allerdings ganz anders aus, denn mit einem Eintrittsalter von beispielsweise 25 Jahren zahlt man einen (deutlich) geringeren Beitrag, als wenn man sich mit 45 Jahren für die PKV entscheidet. Der Grund dafür ist natürlich der, dass mit steigendem Alter auch die Anzahl und Schwere von Erkrankungen ansteigt, welche für den Versicherer natürlich einen Kostenfaktor darstellen. Aus einem ähnlichen Grund zahlen Frauen auch stets einen höheren Beitrag als Männer (bei ansonsten gleichen Daten), da Frauen eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung haben, und die Krankenversicherung somit im Durchschnitt auch über einen längeren Zeitraum Leistungen erbringen muss.

Weitere Faktoren, die sich auf den PKV Beitrag auswirken

Neben Geschlecht und Alter wirkt sich selbstverständlich vor allem auch das gewünschte Leistungspaket, also der gewählte Tarif, auf die Höhe der Krankenversicherungsprämie aus. Zwischen dem von den Leistungen her „schlechtesten“ Tarif, dem Basistarif, bis hin zu den mitunter als „Luxustarif“ bezeichneten Tarifen, kann es durchaus Beitragsunterschiede in Höhe von 200 Prozent oder noch mehr geben. Was ebenfalls eine wesentliche Rolle für den PKV Beitrag spielt ist der Gesundheitszustand des Versicherten. Anhand eines Fragebogens, der eine Reihe von Fragen zur Gesundheit, bestehenden Erkrankungen, Beschwerden etc. beinhaltet, wird aufgrund der Antworten von der Krankenversicherung eingeschätzt, ob beim Antragsteller besondere Risiken vorliegen, die dann später zu „Mehrausgaben“ seitens des Versicherers führen könnten. Das können beispielsweise chronische Erkrankungen oder bestimmte durchgeführte Operationen sein. Sind solche Risiken ersichtlich, kann der Versicherte davon ausgehen, einen erhöhten Beitrag zahlen zu müssen, denn dann wird der Krankenversicherer einen Risikozuschlag erheben. Sind die Risiken zu gravierend, kann das sogar die Ablehnung des Antrages zur Folge haben.